Von der Sci-Fi-Con zum Sci-Fi-Club

Mir ist immer die Nähe zu den Lesern oder wenn man das so sagen möchte, zu den Fans, wichtig. So bin ich natürlich immer per Email, der alten und bewährten Post und auf Facebook ansprechbar und das nehmen auch viele Leser wirklich wahr. Und es freut mich immer wieder, wenn ich Zuschriften bekomme. Anregungen, Fragen bezüglich meiner Arbeit, Feedback, Kritik wo sie auch berechtigt ist und oft auch neue Hinweise zu meinen Forschungen. So war es klar, dass ich auch bei meinen Science-Fiction-Geschichten die Nähe zu den Fans suchen muss. Dies tue ich seit letztem Jahr schon, indem ich auf vielen Science-Fiction-Cons mit meinem Bücher- und Informationstisch präsent bin und ab und zu auch Lesungen dort halte. Das macht immer viel Spaß, auch wenn mein Tisch momentan noch nicht so belagert ist, wie andere – einfach nur deswegen, weil ich noch unbekannt in der Science-Fiction-Szene bin. Aber ich merke, dass es nach und nach immer mehr wird.  

Mein Büchertisch auf der „Raum & Zeit Continuum“

Der nächste Schritt entstand aus einem Gespräch an eben diesem Büchertisch. Und dies war auf der kleinen Science-Fiction-Con „Raum & Zeit Continuum“ in Braunschweig. Und die nachfolgende Geschichte macht einem klar, wie wichtig es ist, dass man sich wirklich jedem und allem widmet. Ob es einem unwichtig erscheint oder geradezu existentiell. Denn diese Con in Braunschweig war wirklich eher ein Familientreffen. Meine erste Con, auf der ich war, war der Garching-Con in München-Garching und da waren mehr als 1000 Besucher. Hier waren es am Samstag gerade einmal 50 – und die Con-Leitung war froh über „so viele“ Besucher. Natürlich ist dies nicht unbedingt toll, wenn Du sowieso unbekannt bist und dann noch sehr wenige Besucher auf der Veranstaltung sind. Denn wenn ich im Schnitt davon ausgehe, dass zwischen 5 und 10 Prozent der Besucher vielleicht den Weg zu mir finden, waren dies in Braunschweig gerade mal 5. Und meine Rechnung sollte sich auch in etwa als richtig herausstellen. Aber – und nun komme ich zu dem Punkt, der bezeugt, dass auch dieser Mini-Con wichtig war und ist – es gab trotzdem gleich zwei Begegnungen, die sehr interessant und auch einen Schritt weit wegweisend waren.

 

Ich postete natürlich live von der Con in Facebook dass ich in Braunschweig war. Plötzlich kam eine Antwort von einem meiner Leser: „DU bist in Braunschweig? Da muss ich hin!“ Und keine Stunde später stand dann Volker aus Braunschweig an meinem Tisch und wir plauderten. Später kam er auch in meine Lesung, die ich hatte, und bei der erfreulicherweise sechs Leute, also mehr als 10% der Anwesenden des ganzen Con-Tages, im Publikum saßen.

Dies war eine überaus erfreuliche Begegnung, die mit einem „Selfie“ festgehalten werden musste!

Die zweite Begegnung, die aus den vielen netten Gesprächen heraus stach war die mit Uwe Lammers. Ich kannte ihn zuvor ebenso wenig wie er mich und der etwas unscheinbare Mann kam an meinen Stand, studierte die Buchtitel und wir kamen ins Gespräch. Da stellte sich heraus, dass Uwe auch Autor war und eine Science-Fiction-Reihe schrieb – bereits seit 30 Jahren! – den „Oki-Stanwer-Mythos“. Er schrieb zwar schon sehr, sehr lange an der Reihe, veröffentlichte aber bisher nur einige Ebooks daraus. Dies allerdings mittlerweile regelmäßig und momentan ist er dabei, die Schlagzahl der Veröffentlichungen so zu erhöhen, dass er monatlich ein neues Ebook auf den Markt bringt. Sein gesamter Zyklus ist aber so dermaßen umfangreich, dass er wohl nie alles publizieren kann. Bemerkenswert! Und wir fachsimpelten lange. Aus diesem Gespräch entstand eine Brieffreundschaft, die wir intensiv führen. Eine wunderbare Sache! Vor allem auch, weil wir uns gegenseitig austauschen, Tips geben und jeder dem anderen hilft weiter zu kommen.

 

Schnell stellte sich heraus, dass Uwe Redakteuer des Science-Fiction-Fanzines des SFCBW ist. Er schrieb in seinen Briefen über das Fanzine und den SFCBW und brachte mich kurzerhand dazu, nicht nur Mitglied des SFCBW zu werden, sondern auch Beiträge für das „BWA“ genannte Fanzine zu schreiben. Denn dies bedeutet auch wieder eine gewisse Nähe zu meinen Lesern und dem Fandome, was mich ja bekanntlich antreibt. Nach meinen ersten Beiträgen, die ich einreichte, heckten wir beide aus, dass ich fortan eine Kolumne im „BWA“ schreiben werde. Diese trägt den Namen:

 

„Wissenschaft gestern – heute – morgen“

 

In dieser schreibe ich – wie der Name schon verrät – zu Sachthemen der Wissenschaft eben von gestern, heute und morgen. Ich werde also Themen behandeln, die der Prä-Astronautik zugehörig sind (gestern) aber auch aktuelle Dinge aus der Wissenschaft berichten (heute) und ganz futuristische Themen behandeln (morgen). Ich freue mich sehr auf diese Kolumne. Der erste Teil ist schon in der Juli-Ausgabe des „BWA“ erschienen und die nächsten sind bereits bei der Redaktion eingereicht.

Ebenso werde ich aber auch Kurzgeschichten und andere Dinge, die mich bewegen in das „BWA“ einbringen.

 

Man kann zusammenfassend also sagen, dass sich diese kleine Con in Braunschweig zu 100% für mich „gelohnt“ hat. Es geht nicht immer darum, Dutzende Bücher zu verkaufen. Manchmal, nein, sehr oft sogar, sind es die Gespräche und Kontakte die ich auf diesen Veranstaltungen führe und knüpfe, die mich nachhaltig beeinflussen und die ein Stück weit meinen Weg bereiten.

 

Ich freue mich schon auf die nächsten Begegnungen mit Lesern und Aktiven der Szene.

 

Euer

 

Alexander Knörr

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